Ein Kreuzbiss bei Kindern fällt vielen Eltern zunächst gar nicht auf. Oft zeigt sich die Fehlstellung erst später, zum Beispiel durch schiefes Kauen, Sprachprobleme oder Beschwerden im Kieferbereich. Genau deshalb lohnt sich ein früher Blick auf die Zahnstellung. Denn je früher ein Kreuzbiss erkannt wird, desto einfacher lässt sich die Entwicklung des Kiefers beeinflussen.
In diesem Artikel erfahren Sie, woran Sie einen Kreuzbiss bei Kindern frühzeitig erkennen, wann eine Zahnspange ratsam ist und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Ausserdem zeigen wir Ihnen, welche Kosten entstehen können und wann die Zusatzversicherung zahlt.
Inhaltsverzeichnis
Wichtiges in Kürze zu den Kosten einer Zahnspange für Kinder bei Kreuzbiss:
Ein Kreuzbiss bei Kindern sollte möglichst früh behandelt werden. So können Fehlstellungen während des Wachstums oft einfacher korrigiert und spätere Beschwerden im Kiefer vermieden werden.
Die Kosten für eine Zahnspange bei Kreuzbiss hängen von der Behandlungsmethode und dem Schweregrad ab. In allen Fällen übernimmt die Zusatzversicherung einen grossen Teil der Kosten.
Vor Beginn der Behandlung erhalten Eltern einen Überblick über die empfohlenen Behandlungsschritte und die voraussichtlichen Kosten.
Was ist ein Kreuzbiss?
Von einem Kreuzbiss ist die Rede, wenn Ober- und Unterkiefer beim Zusammenbeissen nicht korrekt aufeinandertreffen. Normalerweise greifen die oberen Zähne leicht über die unteren Zähne. Bei einem Kreuzbiss liegt das Verhältnis umgekehrt: Einzelne Zähne oder ganze Kieferbereiche stehen zu weit innen oder aussen.
Anders als beim Überbiss stehen die oberen Schneidezähne dabei nicht zu weit vorn, sondern der Oberkiefer ist häufig zu schmal entwickelt oder seitlich verschoben. Während sich ein Überbiss hauptsächlich im Frontzahnbereich zeigt, betrifft ein Kreuzbiss oft die seitlichen Zähne und die gesamte Bisslage des Kiefers. Es gibt auch einen frontalen Kreuzbiss, bei dem es sich um die vorderen Zähne handelt.
Die Fehlstellung kann nur einzelne Zähne betreffen oder den gesamten Ober- und Unterkiefer. Besonders häufig zeigt sich ein Kreuzbiss bereits im Kindesalter, da sich die Kiefer während des Wachstums unterschiedlich entwickeln können. Viele Eltern bemerken die Fehlstellung zunächst nicht, weil Kinder oft keine direkten Schmerzen haben.
Typische Anzeichen für einen Kreuzbiss:
- Schiefe Zahnstellung beim Zusammenbeissen
- Kauen überwiegend auf einer Seite
- Auffällige Kieferbewegungen beim Essen
- Knacken oder Schmerzen im Kieferbereich
- Sprachauffälligkeiten
- Sichtbare Verschiebung des Unterkiefers
- Enge Platzverhältnisse im Oberkiefer
- Unregelmässiger Kontakt der Zähne
Ohne Behandlung kann ein Kreuzbiss Fehlbelastungen im Kiefer verursachen, die langfristig Schmerzen und eine stärkere Abnutzung einzelner Zähne begünstigen. Deshalb empfehlen Zahnärzte und Kieferorthopäden eine frühzeitige Kontrolle.
Welche Ursachen führen zu einem Kreuzbiss?
Ein Kreuzbiss entsteht häufig schon im frühen Kindesalter und entwickelt sich oft schleichend über mehrere Jahre. In vielen Fällen spielen sowohl genetische Faktoren als auch bestimmte Gewohnheiten im Alltag eine Rolle.
Häufige Auslöser im Kindesalter:
- Vererbte Kieferfehlstellungen innerhalb der Familie
- Daumenlutschen über einen längeren Zeitraum
- Dauerhafte Mundatmung statt Nasenatmung
- Früher Verlust von Milchzähnen
- Zu schmal entwickelter Oberkiefer
- Ungünstige Lage der Zunge beim Schlucken
- Angewohnheiten wie Lippenbeissen oder Nägelkauen
- Platzmangel im Kiefer während des Zahnwechsels
Ein Kreuzbiss entsteht meist nicht durch eine einzelne Ursache. Häufig kommen genetische Veranlagung und ungünstige Gewohnheiten im Kindesalter zusammen.

Kreuzbiss und Zahnspange: Welche Behandlung hilft Kindern?
Welche Behandlung bei einem Kreuzbiss angewendet werden sollte, hängt besonders vom Alter des Kindes und von der Stärke der Fehlstellung ab. Nicht jedes Kind benötigt sofort eine feste Zahnspange. Oft reicht zunächst eine herausnehmbare Apparatur aus, um das Wachstum von Ober- und Unterkiefer zu steuern und ausreichend Platz für die bleibenden Zähne zu schaffen.
Folgende Möglichkeiten kommen zur Behandlung des Kreuzbisses infrage:
- Herausnehmbare Zahnspange: Diese Variante wird häufig bei Kindern ab etwa sechs Jahren eingesetzt. Sie unterstützt das Wachstum des Kiefers und hilft dabei, leichte Fehlstellungen frühzeitig zu korrigieren.
- Invisalign® Palatal Expander: Dieses herausnehmbare System erweitert den Oberkiefer schrittweise während des Wachstums und schafft Platz für die bleibenden Zähne. Es eignet sich besonders für jüngere Kinder mit einem noch nicht vollständig entwickelten Kiefer.
- Gaumennahterweiterung: Bei einem stärker ausgeprägten Platzmangel oder einem deutlich zu schmalen Oberkiefer wird eine fest eingesetzte Apparatur verwendet. Sie erweitert den Oberkiefer gezielt über die Gaumennaht und korrigiert so die Kieferbreite.
- Kombination aus Kieferorthopädie und Logopädie: Liegt zusätzlich eine falsche Zungenlage oder eine Sprachauffälligkeit vor, kombinieren viele Behandlungen kieferorthopädische Massnahmen mit logopädischer Unterstützung.
Welche Therapie infrage kommt, beurteilen Kieferorthopäden anhand der Zahnstellung, der Bisslage und der Entwicklung des Kiefers. Die möglichen Behandlungsschritte werden anschliessend gemeinsam mit den Eltern besprochen.

So setzen sich die Behandlungskosten zusammen
Bei einem medizinisch notwendigen Kreuzbiss übernimmt die Zusatzversicherung einen grossen Teil der Behandlungskosten. Vor Beginn der Behandlung erhalten Eltern einen ausführlichen Behandlungs- und Kostenplan. Dadurch lässt sich frühzeitig einschätzen, welcher Anteil übernommen wird.
Sind Sie auf der Suche nach einer Praxis für Kieferorthopädie, die Ihrem Kind eine vertrauensvolle Behandlung bietet und Sie nachvollziehbar über die Therapiemöglichkeiten und Kosten aufklärt? Dann buchen Sie einen Termin bei Dr. Jung in Zürich.
Ihre Vorteile bei Dr. Jung Kieferorthopädie im Überblick
- Frühbehandlung bei Kreuzbiss im KindesalterBereits ab etwa 6 Jahren kann eine kieferorthopädische Frühbehandlung erfolgen, um das Wachstum des Kiefers rechtzeitig zu lenken und spätere Korrekturen zu reduzieren.
- Fokus auf den Erhalt gesunder ZähneBei der Planung der Behandlung steht der Zahnerhalt im Vordergrund. Das Ziehen gesunder Zähne soll nach Möglichkeit vermieden werden.
- Betreuung durch dieselbe FachzahnärztinIhr Kind wird während der gesamten Behandlung von einer festen Ansprechpartnerin begleitet. Dadurch bleibt die Entwicklung von Zähnen und Kiefer kontinuierlich im Blick.
- Digitale 3D-Diagnostik ohne AbdrückeMithilfe moderner 3D-Technologie lassen sich Kreuzbiss und andere Zahnfehlstellungen präzise analysieren und Behandlungen exakt planen, ohne unangenehme Abdruckmasse.
- Übersicht über Behandlung und KostenVor Beginn der Behandlung erhalten Sie einen Behandlungs- und Kostenplan. Dadurch sehen Sie frühzeitig, welche Massnahmen empfohlen werden und welche Leistungen von der Zusatzversicherung übernommen werden können. Offene Fragen zur Behandlung und zu den Kosten besprechen wir gemeinsam.
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Fazit: Eine frühzeitige Kreuzbiss-Behandlung kann spätere Korrekturen vermeiden
Ein Kreuzbiss bei Kindern sollte möglichst früh erkannt und behandelt werden, damit sich Zahn- und Kieferentwicklung gezielt beeinflussen lassen. Welche Behandlung infrage kommt und welche Kosten entstehen, hängt immer von der Ausprägung der Fehlstellung sowie vom Alter des Kindes ab. In vielen Fällen übernimmt die Zusatzversicherung einen grossen Teil der Behandlungskosten.
Wenn Sie die Zahn- und Kieferentwicklung Ihres Kindes überprüfen lassen möchten, vereinbaren Sie einen Termin bei Dr. Jung in Zürich. Dort erhalten Sie eine Einschätzung zur Behandlung, zu den möglichen Kosten und zu den nächsten Schritten.

Häufig gestellte Fragen zu den Kosten einer Zahnspange für Kinder bei Kreuzbiss
Ein Kreuzbiss sollte möglichst früh untersucht werden. Bereits im Grundschulalter kann eine kieferorthopädische Behandlung empfehlenswert sein, da sich das Wachstum von Ober- und Unterkiefer in dieser Phase noch gezielt beeinflussen lässt.
Bei einem medizinisch notwendigen Kreuzbiss übernimmt die Zusatzversicherung einen grossen Teil der Behandlungskosten.
Die Kosten hängen davon ab, wie stark der Kreuzbiss ausgeprägt ist und welche Behandlung notwendig wird. Eine herausnehmbare Zahnspange verursacht meist geringere Kosten als eine umfangreichere Behandlung mit fester Zahnspange oder zusätzlichen kieferorthopädischen Geräten. In vielen Fällen übernimmt die Zusatzversicherung einen grossen Teil der notwendigen Behandlungskosten.
Ein Kreuzbiss wächst sich in der Regel nicht von allein aus. Ohne Behandlung kann sich die Fehlstellung während des Wachstums weiter verstärken und die Entwicklung von Zähnen und Kiefer beeinflussen. Je früher ein Kreuzbiss erkannt wird, desto einfacher lässt sich die Entwicklung des Kiefers häufig korrigieren.
Die Dauer der Behandlung ist unterschiedlich und richtet sich nach der Ausprägung des Kreuzbisses sowie nach dem Alter des Kindes. Leichte Fehlstellungen lassen sich häufig innerhalb eines Jahres und komplexere Entwicklungen innerhalb von zwei Jahren behandeln.
Nein. Bei jüngeren Kindern reicht häufig zunächst eine herausnehmbare Zahnspange aus, um das Wachstum des Kiefers zu beeinflussen und Fehlstellungen früh zu korrigieren. Eine feste Zahnspange (GNE) wird meistens erst bei stärker ausgeprägten Fehlstellungen eingesetzt.
Ein unbehandelter Kreuzbiss kann zu Problemen beim Kauen führen sowie Kiefergelenkbeschwerden und eine ungünstige Entwicklung von Ober- und Unterkiefer verursachen. Je länger die Fehlstellung bestehen bleibt, desto stärker können sich die Beschwerden verstärken.